Dienstag, 8. November 2011

Meinungsäußerung von Robert Steigerwald zur Tagung der SOKO

Ich kann an dieser Tagung nicht teilnehmen, weil meine erblindete Frau am 23. 11. eine Augenoperation hat und ich mit ins Krankenhaus gehe, sie braucht derzeit ja ständige Hilfe und die kann nur ich geben.
Ich denke, dieser Entschuldigungsgrund wäre zu akzeptieren.
Ich will aber aus meinem Herzen keine Mördergrube machen und gebe  die kurze Stellungnahme ab, die ich gern in der Tagung verteidigt hätte und wobei ich eventuell von Kritik auch gelernt hätte, aber es muss eben bei diesem kurzen – neu-deutsch – Statement bleiben. Robert

Nein, nicht schon wieder Stalin!
Also doch, schon wieder und immer mal wieder Stalin und das nicht nur zu Lebzeiten der jetzigen Generationen. Das Thema wird auf der Agenda bleiben, gleichgültig, ob man zu ihr positiv, negativ oder „objektiv“ stehen will, denn Stalin war eine welthistorische Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts, neben Churchill und Roosevelt einer der Großen Drei. Er stand an der Spitze des Staates, dessen  Armeen dem deutschen Faschismus das Rückgrat gebrochen haben. Dass dies wohl mit weit geringeren Opfern möglich gewesen sein dürfte, hätte es z. B. die vorherige faktische Enthauptung der Roten Armee nicht gegeben, habe ich seit langem (nicht von Anfang an) so gesehen und auch geschrieben. Dennoch: Dieser Sieg über Hitler war eine der Konstitutionsbedingungen der Bundesrepublik – was manche hierzulande nicht gerne hören oder lesen.  Ja, unter seiner direkten Verantwortung und seinem direkten Wirken hat es schwerste Verbrechen gegeben. Persönlichkeiten dieses widerspruchsvollen und dennoch weitreichenden Wirkens verschwinden nicht aus dem Gedächtnis der Völker. Das mag einem gefallen oder nicht, das ist nicht zu ändern.